"It's who you know" - bauen Sie Ihr eigenes Netzwerk auf

Shownotes

Titel

"It's who you know" - bauen Sie Ihr eigenes Netzwerk auf

Thematischer Fokus der Episode

Eigentümervorteile der Familiengesellschafter wirkungsvoll sichern

Kernfrage der Episode

Warum glauben Next-Gens, dass der Familienname allein ausreicht, um in einer vernetzten Geschäftswelt zu bestehen – und welchen Preis zahlen sie für diese Illusion?

Intro

Familienunternehmen leben von ihren Netzwerken, doch wer in die Fußstapfen der Vorgängergeneration tritt, macht oft einen fatalen Fehler. Der eigene Name mag Türen öffnen, aber für erfolgreiche Unternehmensführung braucht es ein starkes, individuelles Netzwerk. Diese Episode zeigt, warum sich bewährte Geschäftsbeziehungen nicht nahtlos übertragen lassen und wie Next-Gens strategisch ihr eigenes Beziehungsgeflecht aufbauen.

Schlüsselerkenntnisse der Episode

  • Gewachsene Netzwerke der Vorgängergeneration übertragen sich nicht automatisch – Next-Gens müssen aktiv eigene Kontakte entwickeln, um Isolation und Betriebsblindheit zu vermeiden
  • Ein strategisch aufgebautes Netzwerk kombiniert das Beste aus beiden Welten: bewährte familiäre Strukturen plus frische Impulse von Gleichgesinnten, unabhängigen Beratern und branchenfremden Visionären
  • Qualität schlägt Quantität beim Netzwerkaufbau – ein sorgfältig kuratierter "Inner Circle" aus wenigen engen Vertrauten liefert wertvolleres Feedback als oberflächliche Kontaktsammlungen

Vorteile für den Zuhörer

  • Erkennen Sie die sechs praxiserprobten Strategien zum strategischen Netzwerkaufbau, von der bewussten Weiterentwicklung bestehender Familienverbindungen bis zur authentischen Kontaktaufnahme mit Branchenvisionären
  • Verstehen Sie, wie Sie Opportunisten und "Trittbrettfahrer" identifizieren und Grenzen setzen, ohne wertvolle Geschäftschancen zu verpassen
  • Lernen Sie am konkreten Beispiel der 24-jährigen Alexa, wie der strategische Aufbau eigener Netzwerke zur erfolgreichen Transformation von Familienunternehmen führt

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Transkript anzeigen

SHP-Audiocast Transkript

Episode: "It's who you know" - bauen Sie Ihr eigenes Netzwerk auf

Herzlich Willkommen zum SHP-Audiocast.

Mein Name ist Christian Schiede. Jede Woche spreche ich über ein Schlüsselthema, um Familienunternehmen und Unternehmerfamilien gemeinsam besser zu machen.

Unser Ziel bei Schiede, Hülsbeck und Partner ist es, Sie dabei zu unterstützen, strategisch kluge Entscheidungen zu treffen, gemeinsam verantwortungsvoll zu handeln und Ihre Werte über Generationen zu sichern.

Die Schlüsselthemen, die wir uns in jeder Episode genauer anschauen, wechseln zwischen den folgenden vier Handlungsräumen:

Schlüsselthemen im ersten Raum zahlen darauf ein, den Familienzusammenhalt wirkungsvoll zu stärken.

Im zweiten Raum des Mehrgenerationenhauses, das Familienunternehmen für uns immer sind, geht es darum, die Eigentümervorteile der Familiengesellschafter wirkungsvoll zu sichern.

Die Governance smarter zu machen ist Schlüsselthema im dritten Raum.

Im vierten Raum geht es darum die unternehmerische Leistung strategisch zu fokussieren.

In der heutigen Episode befinden wir uns in Raum zwei des Mehrgenerationenhauses. Treten Sie ein und begleiten Sie uns, bei folgenden Thema:

"It's who you know" - bauen Sie Ihr eigenes Netzwerk auf

Der Beitrag beleuchtet die essenzielle Bedeutung eines individuellen Netzwerks für Next Gens in Familienunternehmen.

Während etablierte Geschäftsverbindungen der Vorgängergeneration Vorteile bieten können, sind sie keineswegs ein Ersatz für eigenständig aufgebaute Kontakte.

Der Artikel liefert praxisnahe Strategien zum Netzwerkausbau und betont die Notwendigkeit, sich aktiv und mutig neue Kontakte zu erschließen.

Netzwerke aufbauen: Warum Next-Gens sich nicht blind auf bestehende Kontakte setzen sollten

Familienunternehmen leben von ihren Netzwerken. Doch wer in die Fußstapfen der vorherigen Generation tritt, sollte nicht einfach davon ausgehen, dass sich ein gewachsenes Netzwerk nahtlos überträgt. Der eigene Name mag Türen öffnen – doch wirklich entscheidend für eine erfolgreiche Unternehmensführung ist ein starkes, individuelles Netzwerk.

Alexa, die als 24-Jährige Geschäftsführende Gesellschafterin eines traditionsreichen Familienunternehmens in Österreich wurde, hat genau diese Erfahrung gemacht. Während ihr Großvater als Gründer ein beeindruckendes Netzwerk aufgebaut hatte, versäumten es ihr Vater und ihre Onkel, ein eigenes aufzubauen.

"Sie konzentrierten sich darauf, das zu erhalten, was ihre Eltern geschaffen hatten – doch das größte Bedauern meines Vaters war, dass er versäumt hatte, eigene Kontakte zu pflegen", erinnert sich Alexa.

Als sie das Unternehmen übernahm, musste sie sich ihr Netzwerk selbst erarbeiten – durch Mitgliedschaften in Führungsgremien, Branchenkonferenzen und gezielte Vernetzung mit Visionären aus Technologie und Unternehmertum.

Warum Next Gens ihr eigenes Netzwerk aufbauen sollten

Ein Netzwerk ist mehr als nur ein Kreis von Geschäftsbeziehungen – es ist eine Quelle für Ideen, strategische Partnerschaften und wertvolles Sparring. Gerade in einem Familienunternehmen kann es isolierend sein, nur mit den „üblichen Verdächtigen" zu interagieren. Der Austausch mit Gleichgesinnten aus anderen Familienunternehmen, mit Experten außerhalb der eigenen Branche und mit unabhängigen Beratern hilft, Betriebsblindheit zu vermeiden. Doch wie baut man ein solches Netzwerk auf?

1. Generationenübergreifende Verbindungen nutzen – ohne blind zu vertrauen

Die Berater und Geschäftspartner Ihrer Eltern oder Großeltern können wertvolle Perspektiven bieten. Sie verstehen, wie das Unternehmen historisch gewachsen ist, und können ein Kompass sein – ohne die emotionale Befangenheit, die innerhalb der Familie oft mitschwingt. Dennoch tun Next Gens gut daran die alten Kontakte nicht blind zu übernehmen, sondern genau hinzuschauen, ob sie noch passen und persönlich relevant sind.

2. Beziehungen zu Gleichaltrigen in der Familie und darüber hinaus aufbauen

Die eigene Generation innerhalb der Familie kann als Sparringspartner dienen – wenn die Dynamik stimmt. Konflikte, Rivalitäten oder unterschiedliche Erwartungen an den Wohlstand können eine Hürde sein. Umso wichtiger ist es, aktiv an einer offenen Kommunikation zu arbeiten. Darüber hinaus hilft der Austausch mit anderen Next-Gens aus anderen Familienunternehmen, um sich gegenseitig zu unterstützen und Best Practices zu teilen.

3. Bestehende Netzwerke der Familie bewusst weiterentwickeln

Ein Familienname kann ein Türöffner sein – aber kein Selbstläufer. Die geschäftlichen Beziehungen der Elterngeneration sind nicht automatisch das Richtige für die nächste Generation. Next-Gens sollten gezielt in den Aufbau generationenübergreifender Geschäftsbeziehungen investieren, etwa durch gemeinsame Treffen mit den Nachfolgern wichtiger Geschäftspartner oder strategische Partnerschaften mit Unternehmen in ähnlichen Branchen.

4. Einen "inner-circle" aufbauen

Jede Führungskraft braucht einige wenige enge Vertraute – Menschen, die nicht nur Meinungen liefern, sondern ehrliches, fundiertes Feedback geben. Dabei ist Qualität wichtiger als Quantität: Es geht nicht darum, viele Menschen um Rat zu fragen, sondern die richtigen.

5. Vorsicht vor „Trittbrettfahrern"

Mit einem bekannten Familiennamen zieht man auch Menschen an, die das eigene Netzwerk ausnutzen wollen. Next-Gens müssen lernen, Opportunisten zu erkennen und Grenzen zu setzen. Nicht jede Anfrage nach einer Einführung oder Empfehlung sollte bedenkenlos gewährt werden.

6. Mut zur Kontaktaufnahme – Netzwerke aktiv gestalten

Gerade Familienunternehmer sollten keine Scheu haben, gezielt auf Menschen zuzugehen, die sie inspirieren. Viele erfolgreiche Unternehmer sind offen für Austausch – insbesondere mit Gleichgesinnten aus anderen Familienunternehmen. Der Schlüssel liegt in einer klaren, authentischen Ansprache: Wer echtes Interesse an einer Perspektive oder einem Erfahrungswert zeigt, wird oft auf offene Türen stoßen.

Die Mischung macht's - komplementär zur eigenen Person

Next-Gens sollten das Beste aus beiden Welten nutzen: die gewachsenen Strukturen ihrer Familie, kombiniert mit ihrem eigenen Netzwerk an frischen Impulsen, unabhängigen Beratern und Gleichgesinnten. Alexa hat durch den strategischen Aufbau ihres Netzwerks nicht nur das Familienunternehmen transformiert, sondern auch ihren eigenen Karriereweg klar definiert. Ihr Rat an Next-Gens:

"Ich weiß nicht, was ich ohne mein Netzwerk getan hätte. Es war die Grundlage für alles."

Jetzt sind Sie dran: Welche Netzwerke brauchen Sie für die Zukunft Ihres Familienunternehmens?

Wenn Sie Impulse aus dieser Episode mitnehmen konnten, freue ich mich, wenn wir in der nächsten Folge erneut voneinander hören.

Bis dahin wünsche ich Ihnen – wie immer – viel Erfolg bei der Umsetzung: im Tagesgeschäft und über Generationen. Ihr Christian Schiede.

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